Die Geschichte des Dorfes

Wie und wann ist Dänschenburg entstanden? Wie kam es zu den Namen?

Diese Fragen und viele mehr werden auf dieser Seite geklärt.

Gründung:

Dänschenburg wurde 1247 als Angerdorf gegründet. Bis 1552 war es im Besitz des Klosters Doberan, anschließend im herzoglichen Besitz des Amtes Ribnitz.

 

Geschichte:

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Dänschenburg stammt aus dem Jahre 1247, in welchen es als Angerdorf gegründet wurde. In alten Urkunden wird unser Dorf auch als Denscheburg, Denschenborch, Dorsenberch, Denschborg oder Denescenbirch geschrieben.

Durch reiche Bodenfunde (nach 1928) in Dänschenburg und dem angrenzenden Wald wurde der Nachweis der Besiedlung der ältesten Steinzeit bis zur Eisenzeit mehrfach erbracht. Es wurden dort auch Brandstellen, Urnen und Urnenreste gefunden.

 

Der Name deutet darauf hin, dass hier schon vor der Dorfgründung eine dänische Burg gestanden hat, die wohl bis ins 15 Jahrhundert von dänischen Truppen besetzt war.  

Dänschenburg liegt zwischen dem deutschen und wendischen Siedlungsraum. Dies war ein Grund für die dänischen Herrscher eine Burg zu bauen und damit ihre Macht zu sichern. Es muss in der Zeit zwischen 1167, zur Zeit der Einnahme des Teterower  Burgwalls, und der Gründung des Bauerndorfes Dänschenburg 1247 geschehen sein. Diese Burg soll bis ins 15 Jahrhundert vom dänischen Marschall Nikolaus Olac bewohnt gewesen sein. Vermutlich wurde diese Burg von den Rostockern zerstört, doch um 1700 sollen auf dem Gelände noch viele Ruinen vorhanden gewesen sein.

 

Am 19. Februar 1247 soll das Dorf auf Grund von Gnadenerweisungen des Rostockers Fürsten Heinrich Borwin III teilweise und am 22. März 1248 sogar ganz, mit allen Rechten, in den Besitz des Klosters Doberan übergegangen sein. Diesem Umstand ist zu verdanken, dass von dieser Zeit bis 1552 über Dänschenburg viele Urkunden angefertigt wurden, womit es heute möglich ist, etwas über die Geschichte des Dorfes zu erfahren.

Die Siedler errichteten eine Kirche in Dänschenburg, welche 1256 fertig gebaut war. Zunächst wurden die Pfarre von dem Pleban von Sanitz verwaltet.

 

Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) hat Dänschenburg stark verwüstet; viele Gebäude sind verfallen, es gab wenig Vieh, kein Korn, das Land war nicht gepflügt und besät, statt 11 Wirtschaften sind nur noch 4 besetzt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg erfolgt die Versklavung der Bauern; Bauernlegen, Leibeigenschaft, Hofdienste und es kam sogar bis zum Totschlag.

 

1715 wurde Dänschenburg neu vermessen, damit begann ein langsamer und schwerer Aufbau. Der meiste Verdienst der 4 übrig geblieben Bauern bestand darin, Holz und Kohle nach Rostock zu verkaufen. Seit 1783 ist die Kirche Dänschenburgs eine Filia von  Blankenhagen.  Die Unterdrückung der Bauern nahm brutale Formen an, oft wurden sie mit der Knute verprügelt. 1749 wurden die Hofdienste der Bauern aufgehoben und 1802 wurde die Knute verboten. Daraufhin wurde 1820 die Leibeigenschaft beseitigt und es folgte eine soziale und wirtschaftliche Reform. Der Wald, die Heide und das Moor wurden urbar gemacht und Land wurde dazu gewonnen.

Als Folge der Revolution von 1830 und 1848 wurden auf den Bauerndörfern die Häusler angesetzt. Sie bekamen einen Bauplatz und einen Garten und hatten ihren Verdienst durch Arbeit in anderen Betrieben. Bis 1900 wuchs das Dorf und mehr Häusler ließen sich nieder. Um diese Zeit hatte das Dorf um die 350 Einwohner.

 

In den 50er Jahren hatte das Dorf noch eine eigene Schule, welche 1965 aufgelöst wurde. Die Bäckerei die in den 80er Jahren schloss, besaß vorher sogar einen eigenen Mühlenbetrieb. Die 1960 gegründete LPG war zunächst eigenständig und ging Mitte der 70er Jahre mit der LPG in dem Nachbarort Gresenhorst zusammen. Die meisten Einwohner Dänschenburgs haben in der LPG gearbeitet, doch 1991 wurde diese aufgelöst, wobei viele Arbeitsplätze verloren gingen.

 

In Dänschenburg beherrscht die Dorfkirche mit der Friedhofsmauer aus Feldsteinen das Ortsbild. Zusammen mit dem Dorfteich und der Buswendestelle, in deren Mitte das Denkmal für die Opfer des 1. Weltkrieges aus Dänschenburg steht, im Zentrum des Ortes. Die Vereine sind um das kulturelle Leben der Einwohner bemüht.

 

 

Dänschenburg ist heute ein Ortsteil der Stadt Marlow.

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