Ein Blick zurück in die Vergangenheit

  • 1247 - Erstmalige urkundliche Erwähnung Dänschenburgs - am 19. Februar geht das Dorf teilweise an das Kloster Doberan über - ab 1248 gehört Dänschenburg ganz dem Kloster
  • 1256 - Die Kirche in Dänschenburg wurde fertiggestellt und von dem Pleban in Sanitz verwaltet. Zur Kirche gehörten auch die Dörfer Reppelin, Friholt, Markeldorp, Mtessendorf. 
  • 1334 - Auf der Dänschenburger Pfarre wohnt ein selbständiger Priester. Im Dorf siedeln sich 9 Bauern und 2 Kleinbauern an.
  • 1348 - am 12. Mai verzichtet Johann Ummereise auf alle von ihm, als fürstlicher Vogt, erhobenen Ansprüche in den Doberaner Klosterdörfern Benckenhagen, Dänschenburg, "Malekndorf" und Freienholz.
  • 1552 - Mit der Aufhebung der Klöster und der Umwandlung von kirchlichen in weltlichen Besitz (Säkularisierung) geht Dänschenburg in den landesherrschaftlichen Besitz der mecklenburgischen Herzöge über und wird somit vom Amt Ribnitz verwaltet.
  • 1618 - 1648 - Der dreißigjährige Krieg richtete in Dänschenburg starke Verwüstungen an, statt 11 Wirtschaften gab es nur noch 4. Nach dem dreißigjährigen Krieg folgte die Versklavung der Bauern.
  • 1675 - Dänschenburg und Gresenhorst wurden von den Dänen geplündert.
  • 1715 - Dänschenburg wurde neu vermessen. Im Dorf lebten 4 Bauern, 4 Büdner und 6 Einlieger. Der meiste Verdienst der Bauern besteht darin; Holz und Kohle nach Rostock zu verkaufen. Ein Küster und Leinenweber war auch im Dorf (Kaspar Dethloff).
  • 1756-1763 - Im Siebenjährigen Krieg waren auch preußische Truppen Friedrich II. in Dänschenburg. Die Unterdrückung der Bauern nahm brutale Formen an, sie wurden mit der Knute durchgeprügelt und mussten Hof- und Handdienste leisten.
  • 1783 - Die Dänschenburger Kirche ist eine Nebenstelle von Blankenhagen
  • 1798/90 - Unter dem Einfluß der französischen Revolution wurden auch die Menschenrechte der Bauern in Deutschland angemeldet.
  • 1794 - Die Hofdienste wurden aufgehoben.
  • 1802 - Verbot der Knute 
  • 1820 - Die Leibeigenschaft wird beseitigt, gleichzeitig erfolgt eine soziale und wirtschaftlich bedeutungsvolle Reform. Das Land wird neu vermessen; Wald, Heide und Moor um Dänschenburg werden urbar gemacht. Durch diese Maßnahme kommt es fast zu einer Verdopplung der Feldmark. Zur Bewirtschaftung der gewonnen Landflächen siedeln sich 20 Büdner an. Sie wirtschaften in Kommunion, d.h. in jedem Schlag hat jeder Bauer eine Reihe von kleinen Ackerflächen, und jeder Schlag wird von allen mit der gleichen Frucht bestellt.
  • 1821 - Die Arbeit in Kommunion wird aufgehoben. Jeder Bauer bekommt sein Land in einem Stück, und er bewirtschaftet es in sieben Schlägen nach eigenem Ermessen.
  • 1841 - In Dänschenburg erfolgt eine Vermessung und Rodung. Dadurch hat jeder Büdner jetzt rund 25 Morgen selbständige Ackernahrung. Die Folge ist eine wesentliche Vermehrung des Wirtschaftsertrages.
  • 1830 - 1848 - Auf den Bauerndörfern werden Häusler angesiedelt, dies ist eine Folge der Revolution. Sie bekommen Bauplatz und Garten und haben ihren Verdienst durch Arbeit in anderen Betrieben.
  • 1846 - Es erfolgt die erste Häusleransetzung.
  • 1849 - Die ersten drei Häuslereien in Dänschenburg sind fertiggestellt.
  • 1898 - Durch Dänschenburg wird die Straße Gresenhorst - Sanitz, in ihrem heutigen Verlauf, gebaut.
  • 1901 - Es leben 4 Erbpächter und 19 Häusler in Dänschenburg. Insgesamt hat das Dorf 350 Einwohner. Der Bürgermeister ist August Thiel.
  • 1907 - Eine weitere Häuslerei kommt hinzu.
  • 1911 - Bei den Tieren des Dorfschulzen (Wilhelm Bruss) ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Der Häusle Weihle hatte auf seinem Gehöft eine kleine Maschinenfabrik betrieben.
  • 1914 - Franz Dabels baut sein Haus und die Bäckerei. Während des 1. Weltkrieges mussten auch viele junge Männer aus Dänschenburg in Feld ziehen. Der Ribnitzer Stadt- und Landbote informierte u.a. darüber, dass mehrere Männer mit Kriegsauszeichnungen geehrt wurden.
  • 1929/30 - Die Dränierung der Dänschenburger Ackerflächen erfolgte.
  • 1924 - Dänschenburg wird mit Strom versorgt.
  • 1934 - Im Ort leben 4 Großbauern, 26 Büdner, 1 Förster, 1 Lehrer, 23 Häusler und 36 Einlieger, insgesamt sind es 91 Familien.
  • 1938 - In Dänschenburg leben 318 Einwohner. Es werden 970 ha Land bewirtschaftet. Der Bürgermeister des Dorfes ist Theodor Lindemann. Es gibt 4 Erbhöfe, 26 Büdner, 26 Häuslereien, 1 Schulze, 1 Försterei, 1 Mühle, 1 Kirche und 2 Krüger.
  • 1939 - Während des Krieges arbeiten auch Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus Serbien, Polen und Frankreich im Ort.
  • 1945 - Gegen Ende des Krieges wurden einige aus Rostock stammende, ausgebombte Familien in Dänschenburg angesiedelt. Am 1. Mai um 4:55 Uhr, tauchten aus Richtung Dammerstorf die ersten Schützenpanzer der Roten Armee im Dorf auf, später folgen weitere Einheiten überwiegend aus Richtung Gresenhorst. Es herrschte eine große Angst im Dorf vor den Besatzern, die alle Gebäude durchsuchten, Kühe und Pferde wegtrieben und auch vieles mitnahmen. Ca. 4 Wochen war eine russiche Kommandtur im Ort eingerichtet. Als ein großes Problem erwies sich die Unterbringung und Versorgung der Umsiedler. Diese waren zum großen Teil in den Gaststätten Witte und Conradi, sowie in der Schule untergebracht. Zu diesem Zeitpunkt gab es 600 Einwohner in Dänschenburg.
  • 1946 - Im Dorf leben 619 Einwohner, davon 281 Einheimische und 338 Umsiedler.    Am 22.02.1946 findet die Gründungsversammlung der Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe in Dänschenburg statt.
  • 1952 - Die LPG (Typ III) wird gegründet. Dänschenburg gehört zum Kreis Ribnitz-Damgarten.
  • 1954 - Der staatliche Forstbetrieb Rövershagen übergibt der Gemeinde Länderein. Die Gemeinde verpachtet die Ländereien an mehrere Pächter aus Dänschenburg.
  • 1955 - Die Gebäude der staatlichen Forstwirtschaft werden an die Gemeinde übergeben. Die Mühle von Dänschenburg wird geschlossen.
  • 1960 - Die LPG (Typ I) "Fritz Reuter" wird gegründet. Anfang der 60er Jahre wird der Saal der Konsumgaststätte wieder hergerichtet.
  • 1961 - In Dänschenburg gibt es 55 Wohngebäude mit 93 Wohnungen.
  • 1962 - 378 Einwohner - davon 204 Männer und 174 Frauen
  • 1963/64 - Die Straße von Gresenhorst nach Sanitz über Dänschenburg wird aspahltiert.
  • 1964 - Eröffnung der neuen Konsumverkaufsstelle und des neuen Gemeindebüros. Die Freiwillige Feuerwehr baute sich in der Schulscheune ein Gerätehaus und eine Garage aus. Am 18. November brannte die seit 1954 nicht mehr genutzte Mühle ab.
  • 1965 - Die Dänschenburger Schule wurde geschlossen.
  • 1968 - Die beiden LPG´n werden zusammengelegt.
  • 1970 - Die Gaststätte Conradi schließt.
  • 1971 - Die Kirche wird teilsaniert.
  • 1974 - Dänschenburg wird eingemeindet und gehört von nun an zu Gresenhorst.
  • 1975 - Es sollen Gehsteinplatten verlegt und die Straßenbeleuchtung erweitert werden.
  • 1978 - Eine Wasserleitung soll in diesem Jahr von Gresenhorst nach Dänschenburg verlegt werden, dafür müssen viele Bäume im Wald weichen, denn es wird eine Schneise benötigt. Mit Beginn der Obst- und Gemüseernte entstand eine Annahmestelle für diese Produkte.
  • 1980 - Gebäude und Einrichtung in Dänschenburg

 81

Wohneinheiten 

 

 84

Haushalte 

 

 1

 Gemeindeschwesternstation

 

 1

 Poststelle

 

 1

 WtB-Verkaufsstelle

 96 m² Vfl.

 1

 KG Gaststätte

 32 Plätze

 1

 Saal

 95 Plätze

 1

 Bäckerei

 

Gebäude der LPG

1

Kuhstall

87 Plätze

1

Bullenstall

50 Plätze

1

Färsenstall

48 Plätze

2

Schweineställe

450 Plätze

 

  • 1982  - Dänschenburg erhält eine zentrale Wasserleitung. Die Bäckerei wird geschlossen.
  • 1990  - Die Konsumverkaufsstelle wird von Frau Schneider übernommen. Die Konsumgaststätte wird geschlossen.
  • 1992 - Die Straße Gresenhorst - Dänschenburg - Sanitz erhält eine neue Aspahltdecke.
  • 1994 - Es entstehen 6 neue Einfamilienhäuser. Die Kirche wird saniert.
  • 1995 - Schließung des Minimarktes von Frau Schneider. Die Buswendeschleife wird neugestaltet und asphaltiert. Außerdem wird ein neues Buswartehäuschen montiert. Wichtiger "Nebeneffekt" dessen ist, dass die Haltestelle sich nicht an der Vielbefahrenen Hauptstraße befindet und somit mehr Sicherheit für die Schulkinder bietet.
  • 1996 - Beendigung der Erneuerung der Friedhofsmauer.